Karnstedt verschwindet

Alexander Häusser

Albrecht Knaus Verlag

ISBN 978-3-813-50293-0

gebunden

176 Seiten

Ein packend erzählter Roman über provinzielle Enge, die Schwierigkeit des Erwachsenwerdens und über subtile Machtspiele.

Über zwanzig Jahre lang hat Simon seinen Jugendfreund Karnstedt nicht mehr gesehen. Jetzt ist Karnstedt verschwunden und Simon als sein Nachlassverwalter eingesetzt. Ein lange zurückliegendes gemeinsames Geheimnis scheint der Grund für die rätselhaften Ereignisse zu sein. Simon muss sich endlich der Vergangenheit stellen.

Bei Simons Ankunft ist das Haus verwüstet und Karnstedt verschwunden. Sein Auto und ein paar Kleidungsstücke am Strand sind das Einzige, was von ihm gefunden wird. Simon wird in dem alten Haus überrollt von den Erinnerungen und Bildern aus jener Zeit, als er Karnstedts einziger Freund war: Karnstedt, der geniale Glatzkopf, dem die Natur kein Körperhaar hatte wachsen lassen, provozierte mit seinem Anderssein seinen Klassenkameraden Tummer und dessen schwäbische Kleinstadtclique. Der kleingewachsene, eher schwächliche Simon versuchte, Karnstedt zu schützen – und in einer gefährlichen Situation werden sie Freunde. Doch es gibt noch etwas anderes, das sie verbindet – ihre Leidenschaft für Fossilien. In ihren Tagträumen flüchten sie aus der provinziellen Enge, und sie sehen sich schon als berühmte Paläontologen und Forschungsreisende. Doch Karnstedt hängt nicht nur Träumen nach, er will sich ganz konkret an seinen Peinigern rächen. Geschickt benutzt er Simon als Werkzeug. Auf der Abiturfahrt kommt es zur Katastrophe. Der Preis, den die beiden Freunde dafür zahlen müssen, ist hoch.